Aurum Graphics Gremlin
Das ist doch ein toller Name für ein Stück Hardware! Die Graphics Gremlin ist erst die zweite Hardware aus dem PC-Bereich, über die ich hier berichte – und sie hat es verdient.
Die Karte basiert auf dem Open-Source-Projekt Graphics Gremlin von TubeTime, das Yeo Kheng Meng später um einen HDMI-Ausgang erweitert hat. Im Oktober 2024 gab es dazu im Forum des Vereins zum Erhalt klassischer Computer eine Sammelaktion: Computerservice Rath hat die Platine angepasst sowie die Fertigung und ein passendes Slotblech organisiert – auf der Platine steht entsprechend „Modified by Yeo Kheng Meng & PC-RATH“. Ein weiteres Forenmitglied hat die FPGAs programmiert. Vermarktet wird die Karte unter dem Namen Aurum.
Es handelt sich um eine 8-Bit-ISA-Grafikkarte, die die Videostandards CGA (Color Graphics Adapter) und MDA (Monochrome Display Adapter) unterstützt – jene Standards, die IBM-PCs und Kompatible in den 1980ern verwendet haben.
Das Problem mit alten Videosignalen
Die Frequenzen und Anschlüsse von CGA und MDA werden von modernen Bildschirmen nicht mehr unterstützt. Alte PCs aus den 1980ern lassen sich ohne Adapter kaum noch mit aktuellen Displays verbinden. Die Graphics Gremlin löst genau dieses Problem: Per Scan Doubling (für CGA) und mit einer höheren Bildwiederholrate (für MDA, 70 statt 50 Hz) bringt sie die Signale auf die Frequenzen, die VGA-Monitore erwarten.
